Ist dann bald weg? Die Straße von Gibraltar

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Manchmal wird gesagt, dass Afrika bereits an den Pyrenäen beginnt. Das ist natürlich nicht der Fall, denn diese Bergkette bildet seit Jahrhunderten die klare Grenze zwischen Spanien und Frankreich. Dennoch könnte sich die Trennung zwischen Europa und Afrika in ferner Zukunft ändern. Die Straße von Gibraltar, die Spanien und Marokko voneinander trennt, scheint derzeit ein fester Bestandteil der Weltkarte zu sein, aber nach neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen könnte diese Meerenge eines Tages verschwinden. Dadurch würden Europa und Afrika wieder miteinander verbunden werden.

Die Ursache dafür liegt tief unter der Erde. In diesem Gebiet treffen zwei große Kontinentalplatten aufeinander: die afrikanische und die eurasische Platte. Diese Platten bewegen sich sehr langsam aufeinander zu. Unter der Straße von Gibraltar schiebt sich die afrikanische Platte teilweise unter die europäische Platte, ein Prozess, der als Subduktion bezeichnet wird.

Lange Zeit glaubten Forscher, dass diese Bewegung fast zum Stillstand gekommen sei. Neue Computermodelle zeigen jedoch, dass dieser Prozess wieder aktiv werden und sich sogar in Richtung Atlantik ausbreiten kann. Wenn das passiert, könnte der Meeresboden Stück für Stück verschwinden.

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Wenn sich die Straße von Gibraltar schließlich schließt, wird das Mittelmeer vom Atlantik abgeschnitten. So etwas ist in der Vergangenheit bereits einmal passiert, vor etwa 6 Millionen Jahren. Damals trocknete sogar ein großer Teil des Mittelmeers vorübergehend aus.

Laut Wissenschaftlern wird eine neue Landverbindung zwischen Spanien und Afrika nicht so schnell entstehen. Es handelt sich um einen Prozess, der schätzungsweise noch etwa 20 Millionen Jahre dauern wird. Für die Menschen wird sich also in den nächsten Tausenden von Generationen überhaupt nichts ändern.

Dennoch ist die Untersuchung interessant, weil sie zeigt, wie lebendig und veränderlich unser Planet ist. Die Kontinente bewegen sich immer noch, auch wenn wir davon in unserem Alltag nichts bemerken.

Vorerst bleibt die Straße von Gibraltar bestehen und ist eine der wichtigsten Seewege der Welt. Täglich verkehren Schiffe und Fähren zwischen Europa und Afrika, über eine Entfernung von etwa 14 Kilometern an der schmalsten Stelle.

Quelle: Agenturen